Procain-Therapie, Neuro-Amino-Therapie

Procain-Basen-Infusion:

 

Säure-Basen-Haushalt:

Grundlage der Gesundheit:

Alle wichtigen Stoffwechselprozesse in unserem Körper sind abhängig von einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Viele Stoffwechselfunktionen können in einem sauren Milieu (pH-Wert unter 7) gar nicht stattfinden. Nur unter leicht basischen Bedingungen ist gewährleistet, dass alle Organe mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien versorgt werden. Wenn sich der Säure-Basen-Haushalt des Körpers verschiebt, und eine Übersäuerung (Azidose) des Körpers entsteht, kann dies zu vielen Krankheiten führen. Normal ist ein pH-Wert des Blutes und des Körpergewebes von 7,35 bis 7,45. Dieses neutrale Gleichgewicht kommt zustande, indem sich die sauren und basischen Substanzen unter gesunden Bedingungen ständig gegenseitig neutralisieren. Durch den übermäßigen Verzehr stark säurebildender Nahrungsmittel wie Kaffee, Eiweiß, Schokolade, Süßgetränke etc., aber auch durch Bewegungsmangel, psychischen Stress, Schmerzen und chronische Erkrankungen kann es zu einer Störung des Säuren-Basen-Gleichgewichts unseres Körpers kommen. Der Körper ist mit der Ausscheidung der übermäßigen Säuremenge überfordert. Die neutralisierten Säuren werden dann als sogenannte „Schlacken“ im Bindegewebe, in den Blutgefäßen und in den Gelenken eingelagert. Der Stoffwechsel ist dadurch massiv gestört. Entzündungen, Durchblutungsstörungen und Nährstoffmangel können die Folge sein, was wiederum Schmerzen, chronische Erkrankungen und sogar Krebs begünstigt.

 

Eine Procain-Basen-Infusion reguliert und stabilisiert den Säure-Basen-Haushalt und kann der Entmineralisierung und Verschlackung des Organismus entscheidend entgegenwirken.

 

Procain – ein wirkungsvoller Klassiker

Procainhydrochlorid (Procain) ist ein bereits 1905 zugelassener und bewährter Arzneistoff, welcher aufgrund seiner Wirksamkeit und guten Verträglichkeit bis heute Bedeutung hat. Der Wirkstoff wurde einst als Lokalanästhetikum hergestellt und gewann auch als Hauptwirkstoff der Neuraltherapie nach Huneke zunehmend an Bekanntheit. Neben seiner schmerzlindernden Wirkung konnte in vielen wissenschaftlichen Studien belegt werden, dass Procain zusätzlich positive Effekte auf die Gefäßerweiterung (auch der feinen Haargefäße), Entzündungsprozesse (antirheumatische Wirkung) und das vegetative Nervensystem (entspannende Wirkung) hat. Zudem dämmt die Substanz die zellschädigende Kraft freier Radikale, die für den Alterungsprozess verantwortlich sind, ein und regt den Zellstoffwechsel an.

 

Natriumhydrogencarbonat (Natron)

Der gesunde Körper ist in der Lage, durch verschiedene Kontrollmechanismen den Säure-Basen-Haushalt stabil zu halten. Damit diese Puffersysteme intakt bleiben, benötigt der Körper für die Entsäuerung eine ausreichende Menge an Basen. Neben basischen Mineralstoffen ist Natriumhydrogencarbonat eine unserer wichtigsten Körperbasen. Bei einer Übersäuerung des Blutes ist sie das Mittel der Wahl, um den Blut-pH-Wert zu normalisieren.

                                              Procain-Basen-Infusion – die effektive Verbindung

 

Die vielfachen Wirkungen des Procains werden durch die Kombination mit Natriumhydrogencarbonat verstärkt und erweitert. Die Infusion bewirkt eine Schmerzreduktion, Verbesserung des Allgemeinbefindens und einen Säureabbau. Zusätzlich werden entzündungshemmende und ausgleichende (systemisch regulative) Effekte beobachtet. Die Behandlung ermöglicht einen allgemeinen Stressabbau und schenkt Ihnen mehr Vitalität.

 

                                      Wann ist eine Procain-Basen-Infusion besonders sinnvoll?

·        Akute und chronische Schmerzen des Bewegungsapparates (z. B. Muskelverspannungen, Hexenschuss, Bandscheibenvorfall, Arthrose, Osteoporose)

 

·        Ganzheitliche Schmerztherapie (bei chronischen und systemischen Schmerzen, mangelnder Wirksamkeit anderer Verfahren)

 

·         Rheuma- und Arthrosetherapie

 

·         Durchblutungsförderung

 

·         Fibromyalgiesyndrom

 

·         Körperentsäuerung (bei den meisten chronischen Krankheiten)

 

·         Biologische Krebstherapie (oft in Kombination mit zusätzlichen Verfahren)

 

·         Vitalisierung und Anti-Aging

 

·         Burn-Out-Syndrom

 

 

Aminosäuretherapie nach Dr. Landenberger

 

Einzelne Bestandteile der Infusion sowie dessen Wirkungsweise:

 

 

 

Glycinminosäuren

 

• reguliert Entzündungsprozesse

 

• Baustein von Proteinen, vor allem Acetylcholin und Glutathion

 

• kann aus Threonin gebildet werden

 

• unterstützt Entgiftungsreaktion in der Leber (Biotransformation Phase II)

 

• wichtig im ZNS (verbessert neuromuskuläre Kontrolle als inhibitorischer

 

  Neurotransmitter)

 

• reduziert Spasmen

 

• wichtig bei MS

 

 

Leucin - Isoleucin - Valin

 

• essentiell

 

• BCAA werden direkt in den Muskelzellen verstoffwechselt

 

• Energieträger (besonders Leucin)

 

• Leucin/ Aminogruppe auf Alanin/ Ketosäure- Muskulatur Energie

 

• Alanin in Leber- Glukoseneubildung für Muskulatur

 

• bei großer Belastung (Training) werden verlorengehenden Aminosäuren Glutamin und Alanin

 

  wieder synthetisiert

 

• BCAAs werden zum Aufbau fast aller Proteine benötigt

 

• 35 % der Muskulatur bestehen aus BCAAs

 

• maßgeblich am Transport von Stickstoff und Energie zwischen Muskulatur und Leber beteiligt

 

• BCAAs normalisiert die Tryptophankonzentration im Gehirn und damit die

 

  Serotoninkonzentration (weniger Ermüdung)

 

• Regulierung Phase I/ Phase II-Entgiftung

 

 

 

Methionin

 

• essentiell

 

• Anwendung bei Wundheilung, Allergien, Entgiftung von Schwermetallen

 

• Schwefelhaltige Aminosäure, bindet Schwermetalle wie Cu, Cd und Hg

 

• S-Adenosyl-Methionin-> biologisch aktive Form: analgetisch + antiphlogistisch

 

• harnansäuernde Wirkung (hemmt Bakterienwachstum)

 

• Vorstufe von Cystein und Taurin

 

• wichtiger Methylgruppendonator

 

• stresslindernd

 

• unterstützt die Wirkung von Selen

 

• senkt Histaminspiegel

 

 

 

Phenylalaninnosäuren

 

• essentiell

 

• Phenylalaninquellen: Casein, Rindfleisch-, Fischprotein, Vollreisprotein,

 

  Eiklarprotein, Haselnussprotein; Linsen, Erbsen, Bohnen, Haferflocken

 

• Ausgangssubstanz für Transmitter wie Adrenalin, Dopamin und Endorphine, Unterstützung bei

 

  Schmerzbehandlungen  -> stimmungsbeeinflussend

 

• Vorstufe von Tyroxin (Schilddrüse)

 

• Vorsicht bei Enzymmangel

 

• Enzymmangel zur Umsetzung Phenylalanin _Tyrosin _Phenylketonurie

 

CAVE: Wechselwirkung mit MAO -> gefährliche Blutdruckkrisen

 

 

 

 

Tryptophan

 

• essentiell

 

• Ausgangspunkt für endogene Synthese von Serotonin, Melatonin, Vitamin B3 und

 

  Picolinsäure

 

• Faktor für die Verwertung von Zn im Körper

 

• bei vielen Funktionen Unterstützung von Vitamin B6 und B3 notwendig

 

• Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus, Stimmungslage, Appetitkontrolle,

 

  Schmerzempfindung, stimmungsaufhellend

 

• Anwendung bei Schlafstörungen, Depressionen

 

 

 

Threonin

 

• essentiell

 

• Schlüsselsubstanz für die Herstellung des Endothel-Relaxing-Faktors

 

  regelt die Weitstellung der Blutgefäße und damit die Durchblutung des Körpers

 

  und Gehirns

 

• Mangel führt zu Müdigkeit bis hin zu Herzbeschwerden

 

• Wichtiger Bestandteil des Kollagens, Bestandteil von Knochen, Zähnen, Sehnen

 

  Bändern und Schleimhäuten

 

• Schutz der Schleimhäute vor chemischen Substanzen

 

• Baustein der Antikörper

 

 

 

 

 

Tyrosin

 

• bedingt essentiell, Bildung aus Phenylalanin

 

• Tyrosinquellen: Casein, Milchprotein, Erbsen-, Linsen-, Bohnenprotein,

 

  Eiklarprotein, Nussprotein (Haselnuss, Walnuss)

 

• Vorstufe von Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin

 

• Vitamin B6-abhängiger Umbau von Tyrosin zu Dopamin

 

• steigert Konzentration/ mentale Fähigkeiten/ Aufmerksamkeit („smart drug“)

 

• zögert Ermüdung hinaus

 

• appetithemmend, stimmungsaufhellend

 

• unterstützt antidepressive Therapie

 

• unter Stress erhöhter Tyrosinbedarf

 

• Zufuhrempfehlung: 200- 6000mg Phenylalanin, das in der Leber zu Tyrosin

 

  umgebaut wird

 

 

 

Glutamin

 

• Vorläufer des wichtigsten zellularen Antioxidationssystems

 

  Glutamin (+ Cystein + Glycin) Glutathion (Antioxidans)

 

• Energiesubstrat für Zellen mit hoher Mitoserate

 

  – Mukosazellen im Dünndarm, Lymphozyten

 

• Förderung des darmassoziierten Immunsystems (unspezifische Abwehrbarierre)

 

  durch Hemmung der bakteriellen Translokation

 

• Stimulierung der Lymphozytenproliferation & Zytokinregulation (z.B. Interleukin 2)

 

• Beteiligung an der B-Zellen-Differenzierung

 

• Verbesserung der Granulozytenfunktion

 

• Regulation des Saure-Basen-Haushalts

 

 

 

Lysin

 

• essentiell

 

• ausgeprägte antivirale Wirkung

 

• Optimierung des Immunsystems

 

• Vorläufer von Carnitin (fördert Carnitin-Synthese)

 

• steigert intestinale Ca++-Resorption

 

• Reduktion des atherogenen Potentials

 

• Reduktion von Lp(a)

 

• Lysin = Baustein des Carnitins (Cofaktoren Fe, Vit. C, B3)

 

• verstärkt Argininwirkung

 

• Wichtig bei Virusinfektionen und Osteoporose

 

 

Arginin

 

Vor allem zellulare Immunabwehr

 

• vergrößert Thymusdruse

 

• verstärkt zytotoxische Kapazität von NK-Zellen

 

• erhöht Lymphozytenproliferation

 

• regt Ausschüttung von Interleukin 1 & 2 an

 

• verzögert Tumorwachstum -> Vorstufe von NO (gefässaktiv)

 

• NO aus Makrophagen als Immunregulator

 

• zytotoxisch, antimikrobiell, Anregung neutrophiler Leukos

 

• verbesserte Perfusion nach Ischämie

 

 

 

Carnitin

 

• wird aus Methionin und Lysin gebildet

 

• ausgeprägtes Antioxidans

 

• beeinflusst Immunsystem

 

– Phagozytosesteigerung der Granulozyten

 

– Aktivierung von Monozyten/Makrophagen

 

– Aktivierung der T- und B-Lymphozyten

 

– Aktivierung der NK- und TNF-Freisetzung

 

– verbessert Phagozytose

 

• wirkt auf das Herz-Kreislauf-System (u.a. antithrombotischer Effekt)

 

• wirkt auf Nervensystem

 

• wichtig bei AIDS

 

 

 

Taurin

 

• Entgiftung endogener + exogener potentiell toxischer Stoffe

 

• Verringert die Gallensteinbildung und regt die Fettverbrennung an

 

• Schützt die Zelle vor zu hohem Innendruck

 

• Zusammen mit Vitamin B5 Bildung wichtiger Fettsäuren als Bestandteil neuer

 

  Zellmembranen

 

• Positiv inotrop + antiarrhythmisch

 

• Einsatz bei vielen kardiovaskulären Erkrankungen

 

• Senkt den Cholesterinspiegel, hat positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel,

 

  wirkt antioxidativ (Schützt Zellmembrane und Zellgewebe)

 

 

 

Ornithin

 

• Entscheidend zur Entgiftung stickstoffhaltiger Verbindungen über den

 

  Harnstoffzyklus (Leber und Niere)

 

• Immunkompetenz

 

• Endokrin-sekretagoge Wirkung: Hormonfreisetzung (z.B. Glucagon, Insulin)

 

• Ornithin + Arginin für einen gezielten Muskelaufbau und der Anregung der

 

  Fettverbrennung

 

Quelle: Dr. Landenberger Webseminar (28.06.16)

 

 

Neurostress – ein neuer Begriff in der Medizin, der unterschiedliche bekannte Krankheitsbilder oder Befindlichkeitsstörungen ursächlich zusammenfasst und objektiviert.

Unphysiologisch lang anhaltender Stress bringt die Neurobotenstoffe und (Stress-)Hormone durcheinander.

         • Stimmungsschwankungen werden stärker,

 

         • Ängste unerträglich und

 

         • Unruhe hält bis in die Nacht an und raubt den Schlaf.

 

Viele Störungen werden dadurch gemildert, dass die Neurobotenstoffe wieder ins Lot kommen.

 

 

Quelle: neurolab.eu